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Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?

  • Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
     PaulaKl
      schrieb am Dienstag, 10. Dezember 2019
    Hallo zusammen :-) Ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben und zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, der das alles rund um das Thema Fahrlehrer sehr nahe geht. Kurz zu mir: Ich bin 19 Jahre alt und habe fast seit 2 Jahren meinen Schein. Meine Fahrschulzeit war sehr turbulent, es gab viele Höhen und Tiefen und es sind auch mal ein paar Tränen geflossen :D Mein Fahrlehrer hat mich die ganze Zeit über immer wieder ermutigt, mir gut zugeredet und ist mir dadurch sehr schnell wahnsinnig ans Herz gewachsen. Schon nach den ersten paar Fahrstunden wusste ich, dass es verdammt weh tun wird, wenn diese tolle gemeinsame Zeit irgendwann vorbei ist. Leider kam es auch zu einer (für mich unbeschreiblich schlimmen) Wende, da der Abschied früher und abrupter kam als erwartet. Mein Fahrlehrer nahm sich kurz vor meiner Prüfung Urlaub und schickte mich zu einem anderen Fahrlehrer, wovon ich bis zur letzten gemeinsamen Fahrstunde nichts wusste. Er sagte mir, dass er nun für einige Zeit weg sein wird und ich daher die restlichen Fahrstunden nicht mit ihm machen werde. Was wahrscheinlich für viele ganz normal klingt, war für mich im wahrsten Sinne des Wortes ein Weltzusammenbruch. Wenn man über Monate Zeit mit einer Person verbringt, sie einem Kraft gibt und einem wichtig wird und einen dann plötzlich alleine lässt, ist sowas wahnsinnig schwer. Ich hab in der selben Fahrstunde Rotz und Wasser geheult - ja, vor meinem Fahrlehrer - der dachte, ich heule wegen der Prüfung oder grundsätzlich wegen dem Autofahren. Ich hab’s nicht übers Herz bekommen, den wahren Grund zu sagen (was hätte ich auch für eine Reaktion erwartet?). Als ich dann 2 Wochen später meinen lang ersehnten Führerschein in den Händen hielt, dachte ich, jetzt wird alles gut. Leider wurde es das nicht. Ab da wurde alles noch schlimmer und ich vermisse ihn über alles. Dazu kommt noch die Frage, warum er mich kurz vor der Prüfung „allein“ gelassen hat, obwohl ich ihn gerade da so sehr gebraucht hätte. Jeden Tag wenn ich im Auto sitze, irgendein Fahrschulauto sehe oder mich sonst was an die Zeit erinnert, schießen mir Tränen in die Augen. Manchmal fühlt sich alles mehr, manchmal weniger schlimm an. Zurzeit ist es wieder ganz schlimm und ich habe nach fast 2 Jahren das Gefühl, dass ich nie wieder aus dem Ganzen rauskommen werde. Geht es jemandem momentan ähnlich? Wie habt ihr das alles überwunden?
  • Thema
    Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      Fina.
      schrieb am Dienstag, 10. Dezember 2019
    Text
    Hey Paula,

    wie ist das, hattet du und ehemaliger Fahrlehrer nach dieser letzten Fahrstunde nochmal Kontakt? Oder habt ihr euch nochmal (zufällig) getroffen?
    Für mich hört sich das so an, als hättest du durch das abrupte Ende der gemeinsamen Zeit nicht richtig mit der Sache abschließen können. Denn du konntest dich auf einen Abschied nicht vorbereiten, warst überrumpelt und bist, vllt auch in Bezug auf deine Reaktion (du hast vor ihm weinen müssen und konntest ihm nicht einmal sagen, wie wichtig er dir ist), mit der Art des Auseinandergehens nicht zufrieden.

    Hast du ihm nach bestandener Prüfung ein kleines Dankeschön vorbeigebracht? Wenn nicht, würde ich dir vorschlagen, das jetzt nachzuholen. Dir ein paar Worte zurecht zu legen (je nachdem vllt auch auf Papier) und mal wieder bei deiner Fahrschule vorbeizuschauen. Denn ich glaube, das was du brauchst, ist ein angemessener Abschied (und evtl auch eine Antwort auf deine Frage, weshalb er dich so kurzfristig allein gelassen hat).

    Zu dieser Frage: ich denke, die meisten Fahrlehrer denken über sowas nicht groß nach. Sie haben viele Fahrschüler, unheimlich viel Arbeit und nur wenig bis keine Freizeit. Da steht bei den meisten ein endlich feststehender Urlaub bestimmt an erster Stelle. Deswegen würde ich das auf keinen Fall zu persönlich nehmen. Ich denke aber, wenn er gewusst hätte, dass dir die Wendung so schwer fällt, hätte er dir zumindest eher von seinem Urlaubsplan und deiner Verlegung zum anderen Fahrlehrer berichtet. Und er hätte dich so lange ermutigt und dir gut zugeredet bis er sicher sein konnte, dass er hätte gehen können, ohne dich damit im Stich zulassen.

    Kurzum: Ich finde, du solltest ihn nochmal besuchen. Ihm für die schöne Zeit danken und ihm im besten Fall auch erklären, dass du damals nicht aus Angst vor der Prüfung, sondern wegen ihm geweint hast. Weil er dir ans Herz gewachsen ist und du mit einem Ende der Fahrstunden da nicht gerechnet hattest. Ich finde, das ist weder aufdringlich, noch zeigst du damit, dass du irgendwas von ihm erwartest. Du gibst ihm damit stattdessen auf ehrliche und direkte Weise zu verstehen, dass er seine Arbeit gut macht, ein toller Mensch ist und er und die Zeit mit ihm dir im Kopf hängen bleiben. Er wird sich sicher freuen, das zu hören. Und dir wird es gut tun, die Wahrheit gesagt und ihn endlich ordentlich verabschiedet zu haben.

    Dann gilt es natürlich diese Zeit auch hinter dir zu lassen. Und da ist Ablenkung das A&O. Halte dich beschäftigt, find etwas, das dich bestenfalls völlig einnimmt. Auf das du dich konzentrieren und für das du vielleicht eine neue Leidenschaft entwickeln kannst. Triff dich mit Freunden, sprich über das Thema. Und ganz wichtig: Versuch nicht deine Tränen zu unterdrücken. Wenn man einen wichtigen Menschen vermisst, tut es durchaus gut, mal zu einem passenden Lied, Film etc. alles rauszulassen.

    Geh zuversichtlich an das Ganze ran. Du wirst es schaffen, da wieder rauszukommen und noch viel wichtiger: Du wirst daran wachsen.

    Ganz liebe Grüße
    Fina.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      PaulaKl
      schrieb am Dienstag, 10. Dezember 2019
    Text
    >Hey Paula,
    >
    >wie ist das, hattet du und ehemaliger Fahrlehrer nach dieser letzten Fahrstunde nochmal Kontakt? Oder habt ihr euch nochmal (zufällig) getroffen?
    >Für mich hört sich das so an, als hättest du durch das abrupte Ende der gemeinsamen Zeit nicht richtig mit der Sache abschließen können. Denn du konntest dich auf einen Abschied nicht vorbereiten, warst überrumpelt und bist, vllt auch in Bezug auf deine Reaktion (du hast vor ihm weinen müssen und konntest ihm nicht einmal sagen, wie wichtig er dir ist), mit der Art des Auseinandergehens nicht zufrieden.
    >
    >Hast du ihm nach bestandener Prüfung ein kleines Dankeschön vorbeigebracht? Wenn nicht, würde ich dir vorschlagen, das jetzt nachzuholen. Dir ein paar Worte zurecht zu legen (je nachdem vllt auch auf Papier) und mal wieder bei deiner Fahrschule vorbeizuschauen. Denn ich glaube, das was du brauchst, ist ein angemessener Abschied (und evtl auch eine Antwort auf deine Frage, weshalb er dich so kurzfristig allein gelassen hat).
    >
    >Zu dieser Frage: ich denke, die meisten Fahrlehrer denken über sowas nicht groß nach. Sie haben viele Fahrschüler, unheimlich viel Arbeit und nur wenig bis keine Freizeit. Da steht bei den meisten ein endlich feststehender Urlaub bestimmt an erster Stelle. Deswegen würde ich das auf keinen Fall zu persönlich nehmen. Ich denke aber, wenn er gewusst hätte, dass dir die Wendung so schwer fällt, hätte er dir zumindest eher von seinem Urlaubsplan und deiner Verlegung zum anderen Fahrlehrer berichtet. Und er hätte dich so lange ermutigt und dir gut zugeredet bis er sicher sein konnte, dass er hätte gehen können, ohne dich damit im Stich zulassen.
    >
    >Kurzum: Ich finde, du solltest ihn nochmal besuchen. Ihm für die schöne Zeit danken und ihm im besten Fall auch erklären, dass du damals nicht aus Angst vor der Prüfung, sondern wegen ihm geweint hast. Weil er dir ans Herz gewachsen ist und du mit einem Ende der Fahrstunden da nicht gerechnet hattest. Ich finde, das ist weder aufdringlich, noch zeigst du damit, dass du irgendwas von ihm erwartest. Du gibst ihm damit stattdessen auf ehrliche und direkte Weise zu verstehen, dass er seine Arbeit gut macht, ein toller Mensch ist und er und die Zeit mit ihm dir im Kopf hängen bleiben. Er wird sich sicher freuen, das zu hören. Und dir wird es gut tun, die Wahrheit gesagt und ihn endlich ordentlich verabschiedet zu haben.
    >
    >Dann gilt es natürlich diese Zeit auch hinter dir zu lassen. Und da ist Ablenkung das A&O. Halte dich beschäftigt, find etwas, das dich bestenfalls völlig einnimmt. Auf das du dich konzentrieren und für das du vielleicht eine neue Leidenschaft entwickeln kannst. Triff dich mit Freunden, sprich über das Thema. Und ganz wichtig: Versuch nicht deine Tränen zu unterdrücken. Wenn man einen wichtigen Menschen vermisst, tut es durchaus gut, mal zu einem passenden Lied, Film etc. alles rauszulassen.
    >
    >Geh zuversichtlich an das Ganze ran. Du wirst es schaffen, da wieder rauszukommen und noch viel wichtiger: Du wirst daran wachsen.
    >
    >Ganz liebe Grüße
    >Fina.


    Hallo Fina,
    vielen Dank für deine Antwort! Ich habe schon in ein paar Foren Ratschläge gesucht und noch nie solche treffenden Worte gelesen.
    Seit der letzten Fahrstunde gab es keinen direkten Kontakt. Beim Autofahren sind wir bisher 3x aneinander durchgefahren, wo ich gemerkt habe, dass er mich auf jeden Fall noch kennt und wir uns einfach nur (komischerweise fast wie in Schockstarre) angeschaut haben. Beim ersten Mal habe ich wie wild gegrinst und ihm gewunken, weil ich so glücklich war, ihn zu sehen. Er musste ebenfalls strahlen und hat zurückgewunken. Die beiden anderen Male war es eben dieser komische geschockte Blick, weil es mich einfach jedesmal trifft, wenn ich ein (besonders sein) Fahrschulauto sehe. Einmal stand er auch auf einem Parkplatz und ich bin dran durchgelaufen. Als ich gemerkt hab, dass er mich erkannt hat, hatte ich sofort Tränen in den Augen und hab angefangen zu zittern. Wie gesagt, haben uns aber einfach ohne zu winken oder sonst was nur angestarrt. Das klingt alles sehr komisch, ich weiß :D Kann’s aber selbst nicht erklären.
    Nach der Prüfung habe ich ihm nichts als Dankeschön vorbeigebracht, weil ich nicht wusste, wie ich das hätte packen sollen. Wie du gesagt hast, sollte ich mir das mit dem Urlaub nicht zu persönlich nehmen, aber ich hab mich damals einfach wahnsinnig im Stich gelassen gefühlt. Und du hast Recht, wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich noch in dieser Zeit "feststecke" und alles so empfinde, als wäre ich noch mittendrin, was wohl an dem nicht stattgefundenen Abschied liegt. Ich habe ihm seinen Urlaub über alles gegönnt, aber ich habe mich wohl darauf festgenagelt, dass er nach den ganzen schwierigen Tiefen während der Fahrschulzeit (in Bezug aufs Autofahren) einfach gerne sehen würde, wie ich nach allem die Prüfung meistere. Als er mich dann "abgegeben" hat, kam es mir einfach so vor, als wäre ihm das alles egal geworden, obwohl er oft zu mir gesagt hat, wie sehr ich um meinen Führerschein kämpfen musste. Auch nach 2 Jahren wüsste ich immer noch nicht, wie ich ihm gegenübertreten soll, wenn ich allein schon beim kurzen Blickkontakt fast in Tränen ausbreche.
    Liebe Grüße

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      Fina.
      schrieb am Dienstag, 7. Januar 2020
    Text
    >Hallo Fina,
    >vielen Dank für deine Antwort! Ich habe schon in ein paar Foren Ratschläge gesucht und noch nie solche treffenden Worte gelesen.
    >Seit der letzten Fahrstunde gab es keinen direkten Kontakt. Beim Autofahren sind wir bisher 3x aneinander durchgefahren, wo ich gemerkt habe, dass er mich auf jeden Fall noch kennt und wir uns einfach nur (komischerweise fast wie in Schockstarre) angeschaut haben. Beim ersten Mal habe ich wie wild gegrinst und ihm gewunken, weil ich so glücklich war, ihn zu sehen. Er musste ebenfalls strahlen und hat zurückgewunken. Die beiden anderen Male war es eben dieser komische geschockte Blick, weil es mich einfach jedesmal trifft, wenn ich ein (besonders sein) Fahrschulauto sehe. Einmal stand er auch auf einem Parkplatz und ich bin dran durchgelaufen. Als ich gemerkt hab, dass er mich erkannt hat, hatte ich sofort Tränen in den Augen und hab angefangen zu zittern. Wie gesagt, haben uns aber einfach ohne zu winken oder sonst was nur angestarrt. Das klingt alles sehr komisch, ich weiß :D Kann’s aber selbst nicht erklären.
    >Nach der Prüfung habe ich ihm nichts als Dankeschön vorbeigebracht, weil ich nicht wusste, wie ich das hätte packen sollen. Wie du gesagt hast, sollte ich mir das mit dem Urlaub nicht zu persönlich nehmen, aber ich hab mich damals einfach wahnsinnig im Stich gelassen gefühlt. Und du hast Recht, wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich noch in dieser Zeit "feststecke" und alles so empfinde, als wäre ich noch mittendrin, was wohl an dem nicht stattgefundenen Abschied liegt. Ich habe ihm seinen Urlaub über alles gegönnt, aber ich habe mich wohl darauf festgenagelt, dass er nach den ganzen schwierigen Tiefen während der Fahrschulzeit (in Bezug aufs Autofahren) einfach gerne sehen würde, wie ich nach allem die Prüfung meistere. Als er mich dann "abgegeben" hat, kam es mir einfach so vor, als wäre ihm das alles egal geworden, obwohl er oft zu mir gesagt hat, wie sehr ich um meinen Führerschein kämpfen musste. Auch nach 2 Jahren wüsste ich immer noch nicht, wie ich ihm gegenübertreten soll, wenn ich allein schon beim kurzen Blickkontakt fast in Tränen ausbreche.
    >Liebe Grüße

    Hey liebe Paula.
    Tut mir sehr leid, dass ich erst jetzt antworte.
    Die letzten Wochen war bei mir einiges los..
    Ich kann das Gefühl und die Tränen, die du beschreibst, wenn du deinen ehem. Fahrlehrer siehst, sehr gut nachvollziehen.
    Ich möchte dir hiermit aber Hoffnung machen und dir versichern, dass diese Tränen nicht deshalb auftauchen, weil er plötzlich vor dir steht. Sondern viel eher weil im selben Moment für dich klar ist, dass du den Schritt nicht auf ihn zugehen wirst und es deshalb zu einem richtigen Gespräch/Zusammentreffen/Nähe (was auch immer es für dich sein soll) nicht kommt. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
    Denk nicht zu viel drüber nach. Man malt sich bei herausfordernden Situationen gerne im Voraus immer das Schlimmste aus. Aber selbst wenn es anders kommt, als erhofft, ist das Schlimmste, was es werden kann, eine Erfahrung.
    Hab also Mut und geh den Schritt trotzdem. Geh ihn in der Fahrschule besuchen und bring ihm was nettes vorbei. Sei du selbst und vielleicht ein kleines bisschen selbstbewusster;)
    Nach allem, was du schreibst, spricht mMn nichts gegen einen Besuch. Ich bin mir ganz sicher, dass er sich freuen wird, dich zu sehen.

    Fühl dich von mir in den ... getreten -natürlich nur gut gemeint;)

    Liebe Grüße
    Fina.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      FL 1
      schrieb am Freitag, 23. Oktober 2020
    Text
    >>Hey Paula,
    >>
    >>wie ist das, hattet du und ehemaliger Fahrlehrer nach dieser letzten Fahrstunde nochmal Kontakt? Oder habt ihr euch nochmal (zufällig) getroffen?
    >>Für mich hört sich das so an, als hättest du durch das abrupte Ende der gemeinsamen Zeit nicht richtig mit der Sache abschließen können. Denn du konntest dich auf einen Abschied nicht vorbereiten, warst überrumpelt und bist, vllt auch in Bezug auf deine Reaktion (du hast vor ihm weinen müssen und konntest ihm nicht einmal sagen, wie wichtig er dir ist), mit der Art des Auseinandergehens nicht zufrieden.
    >>
    >>Hast du ihm nach bestandener Prüfung ein kleines Dankeschön vorbeigebracht? Wenn nicht, würde ich dir vorschlagen, das jetzt nachzuholen. Dir ein paar Worte zurecht zu legen (je nachdem vllt auch auf Papier) und mal wieder bei deiner Fahrschule vorbeizuschauen. Denn ich glaube, das was du brauchst, ist ein angemessener Abschied (und evtl auch eine Antwort auf deine Frage, weshalb er dich so kurzfristig allein gelassen hat).
    >>
    >>Zu dieser Frage: ich denke, die meisten Fahrlehrer denken über sowas nicht groß nach. Sie haben viele Fahrschüler, unheimlich viel Arbeit und nur wenig bis keine Freizeit. Da steht bei den meisten ein endlich feststehender Urlaub bestimmt an erster Stelle. Deswegen würde ich das auf keinen Fall zu persönlich nehmen. Ich denke aber, wenn er gewusst hätte, dass dir die Wendung so schwer fällt, hätte er dir zumindest eher von seinem Urlaubsplan und deiner Verlegung zum anderen Fahrlehrer berichtet. Und er hätte dich so lange ermutigt und dir gut zugeredet bis er sicher sein konnte, dass er hätte gehen können, ohne dich damit im Stich zulassen.
    >>
    >>Kurzum: Ich finde, du solltest ihn nochmal besuchen. Ihm für die schöne Zeit danken und ihm im besten Fall auch erklären, dass du damals nicht aus Angst vor der Prüfung, sondern wegen ihm geweint hast. Weil er dir ans Herz gewachsen ist und du mit einem Ende der Fahrstunden da nicht gerechnet hattest. Ich finde, das ist weder aufdringlich, noch zeigst du damit, dass du irgendwas von ihm erwartest. Du gibst ihm damit stattdessen auf ehrliche und direkte Weise zu verstehen, dass er seine Arbeit gut macht, ein toller Mensch ist und er und die Zeit mit ihm dir im Kopf hängen bleiben. Er wird sich sicher freuen, das zu hören. Und dir wird es gut tun, die Wahrheit gesagt und ihn endlich ordentlich verabschiedet zu haben.
    >>
    >>Dann gilt es natürlich diese Zeit auch hinter dir zu lassen. Und da ist Ablenkung das A&O. Halte dich beschäftigt, find etwas, das dich bestenfalls völlig einnimmt. Auf das du dich konzentrieren und für das du vielleicht eine neue Leidenschaft entwickeln kannst. Triff dich mit Freunden, sprich über das Thema. Und ganz wichtig: Versuch nicht deine Tränen zu unterdrücken. Wenn man einen wichtigen Menschen vermisst, tut es durchaus gut, mal zu einem passenden Lied, Film etc. alles rauszulassen.
    >>
    >>Geh zuversichtlich an das Ganze ran. Du wirst es schaffen, da wieder rauszukommen und noch viel wichtiger: Du wirst daran wachsen.
    >>
    >>Ganz liebe Grüße
    >>Fina.
    >
    >
    >Hallo Fina,
    >vielen Dank für deine Antwort! Ich habe schon in ein paar Foren Ratschläge gesucht und noch nie solche treffenden Worte gelesen.
    >Seit der letzten Fahrstunde gab es keinen direkten Kontakt. Beim Autofahren sind wir bisher 3x aneinander durchgefahren, wo ich gemerkt habe, dass er mich auf jeden Fall noch kennt und wir uns einfach nur (komischerweise fast wie in Schockstarre) angeschaut haben. Beim ersten Mal habe ich wie wild gegrinst und ihm gewunken, weil ich so glücklich war, ihn zu sehen. Er musste ebenfalls strahlen und hat zurückgewunken. Die beiden anderen Male war es eben dieser komische geschockte Blick, weil es mich einfach jedesmal trifft, wenn ich ein (besonders sein) Fahrschulauto sehe. Einmal stand er auch auf einem Parkplatz und ich bin dran durchgelaufen. Als ich gemerkt hab, dass er mich erkannt hat, hatte ich sofort Tränen in den Augen und hab angefangen zu zittern. Wie gesagt, haben uns aber einfach ohne zu winken oder sonst was nur angestarrt. Das klingt alles sehr komisch, ich weiß :D Kann’s aber selbst nicht erklären.
    >Nach der Prüfung habe ich ihm nichts als Dankeschön vorbeigebracht, weil ich nicht wusste, wie ich das hätte packen sollen. Wie du gesagt hast, sollte ich mir das mit dem Urlaub nicht zu persönlich nehmen, aber ich hab mich damals einfach wahnsinnig im Stich gelassen gefühlt. Und du hast Recht, wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich noch in dieser Zeit "feststecke" und alles so empfinde, als wäre ich noch mittendrin, was wohl an dem nicht stattgefundenen Abschied liegt. Ich habe ihm seinen Urlaub über alles gegönnt, aber ich habe mich wohl darauf festgenagelt, dass er nach den ganzen schwierigen Tiefen während der Fahrschulzeit (in Bezug aufs Autofahren) einfach gerne sehen würde, wie ich nach allem die Prüfung meistere. Als er mich dann "abgegeben" hat, kam es mir einfach so vor, als wäre ihm das alles egal geworden, obwohl er oft zu mir gesagt hat, wie sehr ich um meinen Führerschein kämpfen musste. Auch nach 2 Jahren wüsste ich immer noch nicht, wie ich ihm gegenübertreten soll, wenn ich allein schon beim kurzen Blickkontakt fast in Tränen ausbreche.
    >Liebe Grüße


    Hallo,bitte nimm unbedingt kontakt mit ihm auf,suche das gespräch,mach klaren tisch und du wirst sehen alles wird gut,wir fahrlehrer sind keine unmenschen,wirst sehen das klappt!So quälst du dich nnur selbst lg

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      Marie1234
      schrieb am Montag, 30. Dezember 2019
    Text
    Hallo Paula,
    schaust du hier noch regelmäßig rein? Würde dir gerne was dazu schreiben, aber vielleicht nicht für alle sichtbar. Hast du eine Mailadresse, an die ich schreiben kann?

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      PaulaKl
      schrieb am Montag, 30. Dezember 2019
    Text
    >Hallo Paula,
    >schaust du hier noch regelmäßig rein? Würde dir gerne was dazu schreiben, aber vielleicht nicht für alle sichtbar. Hast du eine Mailadresse, an die ich schreiben kann?

    Hallo Marie,
    du kannst mir gerne schreiben: paulakl1@web.de
    Liebe Grüße

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      Beetle884
      schrieb am Donnerstag, 10. September 2020
    Text
    >>Hallo Paula,
    >>schaust du hier noch regelmäßig rein? Würde dir gerne was dazu schreiben, aber vielleicht nicht für alle sichtbar. Hast du eine Mailadresse, an die ich schreiben kann?
    >
    >Hallo Marie,
    >du kannst mir gerne schreiben: paulakl1@web.de
    >Liebe Grüße


    Hallo Paula, warat du da? Erzähl mal.... Interessiert mich.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      PaulaKl
      schrieb am Dienstag, 20. Oktober 2020
    Text
    >>>Hallo Paula,
    >>>schaust du hier noch regelmäßig rein? Würde dir gerne was dazu schreiben, aber vielleicht nicht für alle sichtbar. Hast du eine Mailadresse, an die ich schreiben kann?
    >>
    >>Hallo Marie,
    >>du kannst mir gerne schreiben: paulakl1@web.de
    >>Liebe Grüße
    >
    >
    >Hallo Paula, warat du da? Erzähl mal.... Interessiert mich.


    Hallo Beetle884,

    entschuldige die späte Antwort, aber ich habe hier in letzter Zeit nicht mehr allzu oft vorbeigeschaut :)
    Zu deiner Frage: nein, war ich nicht. Wie ich schon oben in meinem Beitrag vom Dezember geschrieben habe, weiß ich einfach nicht, wie ich ihm gegenübertreten - geschweige denn mit ihm persönlich reden - soll, wenn ich alleine schon fast in Tränen ausbreche, sobald wir nur kurz aneinander vorbeifahren. Ich habe einfach riesen Bammel, dass alles nach hinten losgeht. Immerhin hat er mich wahrscheinlich eh nur noch mit Tränen in Erinnerung, da ich ja wie gesagt 2x vor ihm heulen musste. Ich will einfach nicht da weitermachen, wo es damals aufgehört hat und ihm wieder verheult gegenübertreten. Aber darauf würde es (auch heute noch) herauslaufen, wenn ich ihm begegnen würde.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      Hera
      schrieb am Samstag, 31. Oktober 2020
    Text
    mach einen auf Cool, das geht doch immer. Ich glaub du hast dich so richtig verknallt. Schau, wir (Ex)Schüler glauben ja unser Lehrer ist nur für uns da, wir kennen es ja nicht anders. Aber danach hat er noch viele, viele andere Schüler, denen gegenüber er auch lieb und nett ist und Konversation macht.

    Du sollst dich nicht im STich gelassen fühlen, vermutlich bist du einfach nur EINE Schülerin für ihn wie viele andere vor dir und nach dir. Du bist also seine Arbeit. Arbeit kann man delegieren. Wärt ihr z.b. private Freunde hättest du absolut Recht mit dem Stich lassen, sowas macht man nicht.

    schreib ihm was belangloses, schau mal ob er überhaupt antwortet. Reinen Tisch kannst du erst viel später machen, sonst fühlt er sich unter Druck gesetzt.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      PaulaKl
      schrieb am Samstag, 7. November 2020
    Text
    >mach einen auf Cool, das geht doch immer. Ich glaub du hast dich so richtig verknallt. Schau, wir (Ex)Schüler glauben ja unser Lehrer ist nur für uns da, wir kennen es ja nicht anders. Aber danach hat er noch viele, viele andere Schüler, denen gegenüber er auch lieb und nett ist und Konversation macht.
    >
    >Du sollst dich nicht im STich gelassen fühlen, vermutlich bist du einfach nur EINE Schülerin für ihn wie viele andere vor dir und nach dir. Du bist also seine Arbeit. Arbeit kann man delegieren. Wärt ihr z.b. private Freunde hättest du absolut Recht mit dem Stich lassen, sowas macht man nicht.
    >
    >schreib ihm was belangloses, schau mal ob er überhaupt antwortet. Reinen Tisch kannst du erst viel später machen, sonst fühlt er sich unter Druck gesetzt.


    Ich habe nie behauptet, dass ich davon ausgegangen bin, dass er nur für mich da war. Natürlich hatte er schon vor mir dutzende Schüler, mit denen er die gleichen witzigen Gespräche geführt und die er genauso motiviert hat. Ebenso wird es auch dutzende Fahrschüler nach mir geben, bei denen das der Fall ist. Ich sage deshalb ja nicht, dass ich in dieser Hinsicht irgendwas von ihm erwartet habe, ganz im Gegenteil, er ist weder mir noch anderen Schülern etwas schuldig. Es ist aber nunmal Tatsache, dass es mich damals sehr getroffen hat, dass er mich so kurz vor dem Ende zu einem anderen Fahrlehrer geschickt hat. Seinen Urlaub habe ich ihm dennoch gegönnt und hätte auch niemals erwartet, dass er diesen nur wegen mir verschiebt o.ä. Für ihn ging es nach mir ganz normal weiter, ich hatte endlich meinen Schein und damit war das Thema für ihn durch. Aber wie gesagt, ich hatte eine sehr turbulente Fahrschulzeit und er hat auch oft zu mir gesagt, dass ich sehr darum kämpfen musste, um meinem Ziel näher zu kommen. Aus diesem Grund war ich davon überzeugt, dass es ihn auch einfach freuen würde zu sehen, wie ich nach den ganzen Höhen und Tiefen meinen Schein bekomme. Als etwas \"Besonderes\" für ihn habe mich deswegen nie gesehen.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Vermisse ihn nach 2 Jahren immer noch, was tun?
    Autor
      Anonym33356
      schrieb am Dienstag, 24. November 2020
    Text
    >>>>Hallo Paula,
    >>>>schaust du hier noch regelmäßig rein? Würde dir gerne was dazu schreiben, aber vielleicht nicht für alle sichtbar. Hast du eine Mailadresse, an die ich schreiben kann?
    >>>
    >>>Hallo Marie,
    >>>du kannst mir gerne schreiben: paulakl1@web.de
    >>>Liebe Grüße
    >>
    >>
    >>Hallo Paula, warat du da? Erzähl mal.... Interessiert mich.
    >
    >
    >Hallo Beetle884,
    >
    >entschuldige die späte Antwort, aber ich habe hier in letzter Zeit nicht mehr allzu oft vorbeigeschaut :)
    >Zu deiner Frage: nein, war ich nicht. Wie ich schon oben in meinem Beitrag vom Dezember geschrieben habe, weiß ich einfach nicht, wie ich ihm gegenübertreten - geschweige denn mit ihm persönlich reden - soll, wenn ich alleine schon fast in Tränen ausbreche, sobald wir nur kurz aneinander vorbeifahren. Ich habe einfach riesen Bammel, dass alles nach hinten losgeht. Immerhin hat er mich wahrscheinlich eh nur noch mit Tränen in Erinnerung, da ich ja wie gesagt 2x vor ihm heulen musste. Ich will einfach nicht da weitermachen, wo es damals aufgehört hat und ihm wieder verheult gegenübertreten. Aber darauf würde es (auch heute noch) herauslaufen, wenn ich ihm begegnen würde.


    Dann sieht er eben, dass du weinst. Wenn wir mal ehrlich sind: Weinen ist nicht peinlich und es ist menschlich. Der würde sich sicherlich auch freuen mal wieder kurz mit seiner Ex-Schülerin zu sprechen, sowie es sich anhört, wenn man die vorherigen Beiträge liest. Naja... Und um ehrlich zu sein. Ich vermisse meinen auch, obwohl ich erst Ende September fertig wurde... Allgemein die Fahrstunden an sich halt und die lockeren Gespräche und manchmal auch die Späße. Weiß aber nicht, ob er mich sehen will, Ich hätte schon Lust mal kurz vorbeischauen.... Er hat mir zum Schluss nur angeboten ihn zu kontaktieren bei Fragen, aber auf das Thema Besuchen ist er von sich aus nicht eingegangen. Nur als ich das angesprochen habe (Ich bin weit weg umgezogen) hat er dann erst laut lachend gesagt:,, Aber ich bin doch hier in (Name des Stadtteils". Und ich sagte:,, Nein, ich meine wenn ich mal hier bin" und er anschließend "Achso. Dann ja". Jetzt weiß ich nicht ob er das so meinte, weil ich ja umgezogen bin und deshalb nicht oft in der Heimatstadt unterwegs sein kann. Das klingt für mich irgendwie so negativ von seiner Seite aus. Oder ich bilde mir das einfach ein.


    Also ich verstehe dich, dass du bisschen traurig bist. Ich konnte mich am Ende auch nicht wirklich freuen und das "Dankeschön" kam meinerseits irgendwie sehr ruhig rüber, dass ich nicht weiß, ob er das überhaupt verstanden hat.

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